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Landkreis erhält Vorklasse zum Berufsintegrationsjahr

Landtagsabgeordneter Rüth: Asylbewerber in Ausbildung bringen

27.08.2015

München/Landkreis Miltenberg. Die Staatliche Berufsschule Miltenberg-Obernburg erhält für das kommende Schuljahr eine Vorklasse zum Berufsintegrationsjahr. Der Eschauer CSU-Landtagsabgeordnete Berthold Rüth setzte sich dafür beim Bayerischen Kultusministerium ein. „Handwerk, Mittelstand und Industrie wollen ausbildungswilligen Asylbewerbern und Flüchtlingen ein Angebot unterbreiten“, freut sich Rüth über die hohe Integrations- und Qualifizierungsbereitschaft der heimischen Betriebe. „Wir wollen dabei helfen, dass die jungen Menschen die notwendigen Voraussetzungen erfüllen“, so Rüth.

Denn Grundkenntnisse der deutschen Sprache gelten in den allermeisten Ausbildungsberufen als wichtigste Voraussetzung. Eine Beschulung der berufsschulpflichtigen Asylbewerber und Flüchtlinge in regulären Klassen für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz ist zur Erfüllung der Berufsschulpflicht aufgrund der nicht ausreichenden, oder in aller Regel nicht vorhandenen, Sprachkenntnisse nicht möglich. Als geeignet hat sich ein zweijähriges Beschulungsmodell in Vollzeit erwiesen. Der Schwerpunkte liegt demnach im ersten Jahr beim Spracherwerb und der Alphabetisierung. Das zweite Jahr gilt der Berufsvorbereitung mit besonderer sprachlicher Förderung. Mit diesem Modell sammelt das Kultusministerium seit dem Schuljahr 2010/2011 positive Erfahrungen. „Es findet überregionale Aufmerksamkeit und von der regionalen Wirtschaft sowie den Flüchtlingsorganisationen großen Zuspruch“, nennt Rüth als Grund für die Modellwahl. Die staatlichen Berufsschulen kooperieren im Rahmen der Klassenformen „Vorklasse zum Berufsintegrationsjahr (BIJ/V; 1. Jahr)“ und „Berufsintegrationsjahr (BIJ; 2. Jahr)“ mit externen Partnern, die für die sozialpädagogische Betreuung und einen Anteil der Sprachförderung verantwortlich sind. Für diese externen Partner stehen beim BIJ/V ab dem Schuljahr 2015/2016 maximal 50.000 € aus Haushaltsmitteln des Freistaates Bayern zur Verfügung. Das BIJ wird mit bis zu 37.500 € je Klasse aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Die sozialpädagogische Betreuung durch die externen Partner ist in der kritischen Phase des Übergangs in den Beruf und angesichts der hohen Zahl traumatisierter Jugendlicher von großer Bedeutung. Von schulischer Seite und vom Kooperationspartner werden beim BIJ/V insgesamt 37 Lehrerwochenstunden für den Unterricht zur Verfügung gestellt. Damit werden angesichts der sehr heterogenen Schülergruppe Gruppenteilungen oder gemeinsames Kleingruppenlernen ermöglicht.

Stimmkreisbüro Berthold Rüth, MdL

Bayernstr. 46
63863 Eschau
Telefon : 09374/970026
Telefax : 09374/970027