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Besserer Bahnverkehr im Netz Hohenlohe-Franken-Untermain

28.11.2019

Ab Dezember 2019 gibt es im Eisenbahnnetz Hohenlohe-Franken-Untermain modernere Züge, eine Ausweitung des Zugangebots und Verbesserungen für die Fahrgäste, so CSU-Landtagsabgeordneter Berthold Rüth. Hintergrund ist, dass ab Dezember ein neuer Verkehrsdurchführungsvertrag mit 12 Jahren Laufzeit in Kraft tritt. Die Ausschreibung und Vergabe des Netzes erfolgten gemeinsam durch den Freistaat Bayern und unter Federführung Baden-Württembergs, weil sich dort der überwiegende Teil des Netzes befindet, so die Antwort an Rüth aus dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr.

Das Netz 11 umfasst die Strecken:

  • Aschaffenburg Hbf – Miltenberg – Wertheim – Lauda – Crailsheim
  • Crailsheim – Schwäbisch Hall-Hessental – Öhringen Hbf – Heilbronn Hbf
  • Miltenberg – Walldürn – Seckach
  • sowie einzelne Züge zwischen Osterburken und Lauda und auf der Strecke Würzburg Hbf – Lauda Bad Mergentheim

Erfreulich, so Rüth sei, dass die Westfrankenbahn mit ihrem Angebot überzeugen konnte und auch künftig Service aus einer Hand angeboten werden könne. Dies sichere die Arbeitsplätze in der Region und mache die Bahn attraktiver.  Künftig setze die Westfrankenbahn zweiteilige Dieseltriebwagen der Baureihe 642 (Desiro) ein.  Die Fahrzeuge erhielten ein Redesign und seien mit Klimaanlage, behindertenfreundlicher Toilette, Steckdosen in vis-à-vis-Bereichen sowie mit Fahrradstellplätzen, Touchscreen-Monitor für Echtzeitfahrgastinformation, Videoaufzeichnung und kostenfreiem WLAN ausgestattet. Der Einstieg für Rollstuhlfahrer erfolge je nach Bahnsteighöhe niveaufrei mit Schiebetritt oder mit einer Klapprampe.

Da zum Zeitpunkt der Konzeption und der Vergabe weder Triebwagen mit Brennstoffzelle noch sonstige emissionsfreien Alternativen absehbar oder erprobt waren, wird die Verkehrsleistung vertragsgemäß mit Dieselfahrzeugen erbracht. Bei Strecken, die auf absehbare Zeit keine Elektrifizierungsperspektive hätten, werde die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) zukünftig im Rahmen der turnusmäßig anstehenden Neuvergabe von Verkehrsleistungen den Einsatz emissionsfreier Fahrzeuge mit innovativem Antrieb prüfen. Voraussetzung sei, dass sich die Fahrzeuge vorher im Rahmen von Pilotanwendungen über alle Jahreszeiten hinweg als zuverlässig und einsatzreif erwiesen hätten.

Da die Staatsregierung, so Rüth, den Einsatz von Dieselzügen im Schienenpersonennahverkehr schrittweise abbauen und langfristig ganz darauf verzichten möchte, habe die Universität Dresden im Auftrag des Freistaats eine Studie durchgeführt, die sich mit Alternativen zu Dieselfahrzeugen beschäftigt habe. Laut dieser Studie weise die Strecke Aschaffenburg – Miltenberg alle Merkmale auf, die für eine Elektrifizierung sprächen. Diese Strecke sei deshalb in eine Liste von Regionalstrecken aufgenommen worden, die vorrangig elektrifiziert werden sollen, und zwar aus dem dafür angekündigten Bundesprogramm für solche Vorhaben. Dafür spreche, so das Ministerium, dass der Zugverkehr auf dieser Strecke perspektivisch in das bereits elektrifizierte S-Bahn-System des Großraum Frankfurts einbezogen werden solle. „Es gelte nun“, so Rüth abschließend, „dieses Thema auf Regionsebene weiter voran zu treiben“.

Näheres zum Gutachten unter: beg.bahnland-bayern.de/de/themen/gutachten-alternative-antriebe-im-bahnland-bayern

Stimmkreisbüro Berthold Rüth, MdL

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