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Antwort aus dem Verkehrsministerium

02.02.2019

Im Dezember trafen sich die Vertreter des Fahrgastbeirates der Westfrankenbahn Ernst Bäppler und Alexander Mayer mit dem Eschauer CSU-Landtagsabgeordneten Berthold Rüth. Dabei ging es um weitere Optimierungen für das Netz der Westfrankenbahn. Der bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Dr. Hans Reichhart, hat jetzt auf die Initiative des Fahrgastbeirates und des Abgeordneten Rüth geantwortet.

Der Minister schreibt (Hervorhebungen: Bürgerbüro Rüth):

Sehr geehrter Herr Abgeordneter,
lieber Berthold,

vielen Dank für Dein Schreiben vom 21. Dezember 2018 zum neuen Fahrplankonzept auf der Relation Aschaffenburg – Miltenberg sowie zur Anschlusssituation in bzw. aus Richtung Frankfurt (Main).

Wie Du zutreffend schreibst, engagiert sich der Freistaat Bayern in erheblichem Umfang für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf der Relation Aschaffenburg – Miltenberg mit der Bestellung eines Regionalexpress-Stundentaktes montags bis freitags sowie stündlicher Regionalbahnen täglich ab Dezember 2019. Damit besteht künftig für die aufkommensstarken Bahnhöfe zwischen Aschaffenburg und Miltenberg montags bis freitags ein halbstündliches Angebot. Alle Zwischenbahnhöfe werden dann täglich mindestens stündlich bedient.

Diese Angebotsoffensive bildet zugleich die Grundlage für die Umsetzung eines gemeinsam mit den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg abgestimmten Bahn-Bus-Konzeptes mit optimalen Busanschlüssen an den wichtigen Stationen. Mit Anpassung der Taktfahrzeit bei der Regionalbahn-Linie Aschaffenburg – Miltenberg wird künftig in Aschaffenburg auch ein deutlich besserer Regional- und Fernverkehrsanschluss nach Würzburg, Nürnberg und München geschaffen. Aufgrund der eingleisigen Strecke Aschaffenburg – Miltenberg – Wertheim – Crailsheim bestehen nach der beschriebenen Angebotsausweitung allerdings keine nennenswerten Anpassungsspielräume mehr, da sich die Regionalzüge an den wenigen verfügbaren Kreuzungsbahnhöfen begegnen müssen.

Gegenwärtig prüft die für die SPNV-Planung zuständige Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) gemeinsam mit dem auf hessischer Seite zuständigen Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), dem Infrastrukturbetreiber DB Netz AG und der Hessischen Landesbahn (HLB) gleichzeitig mit dem neuen Fahrplankonzept im Westfrankenbahn-Netz eine Anpassung der Regionalbahnlinie 58 Laufach – Aschaffenburg – Hanau – Frankfurt (Main) Süd der HLB, um im Aschaffenburger Hauptbahnhof einen günstigeren Anschluss zur Regionalbahn Aschaffenburg – Miltenberg schaffen zu können. Allerdings ist eine solche Taktanpassung der Regionalbahn in Richtung Frankfurt (Main) Süd sehr anspruchsvoll und mit vielen Begleitmaßnahmen verbunden, da auf der stark ausgelasteten Schieneninfrastruktur im Zulauf auf den Bahnknoten Frankfurt (Main) zahlreiche weitere Regional- und Fernverkehrszüge mit zu berücksichtigen sind.

Dein Hinweis, dass auf der Strecke Miltenberg – Wertheim zur Reduzierung der Fahrzeiten durchgehender Regionalzüge sowie zum Verspätungsabbau eine Infrastrukturertüchtigung sinnvoll ist, deckt sich mit der fachlichen Einschätzung der BEG. Daher beabsichtigt die BEG ein Abstimmungsgespräch zur Weiterentwicklung des Westfrankenbahn-Netzes mit dem zuständigen Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie dem Land Baden-Württemberg. Dabei soll auch der Ausbaubedarf zwischen Miltenberg und Wertheim untersucht werden. Ob im Ergebnis der Bau eines neuen Kreuzungsbahnhofs in Hasloch sinnvoll ist oder andere Ausbaumaßnehmen, soll eine länderübergreifende Untersuchung aufzeigen.

Mit freundlichen Grüßen
Dein Hans Reichhart



Stimmkreisbüro Berthold Rüth, MdL

Bayernstr. 46
63863 Eschau
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